Santa Maria

  • Barreiro da Faneca, auch als "rote Wüste" bekannt, durch den Lehm von pyroklastischen Gesteinen verkörpert gebildet
  • Cascata do Aveiro, einen beeindruckenden Wasserfall mit 110 Metern
  • Ribeira de Maloás, Wasserfall mit 20 Meter, nach eine prismatische Disjunktion

Natur

Die Sonneninsel

Santa Maria ist die am südöstlichsten gelegene Insel des Archipels. Hier herrscht ein warmes und trockenes Klima. Die jährlichen Niederschläge sind auf Santa Maria geringer als auf den anderen Inseln des azorischen Archipels. Der Trockenheit wegen überwiegen in der Natur die Gelbtöne. Santa Maria wird auch Insel der Sonne genannt.

Die Insel kann in zwei unterschiedliche Gebiete geteilt werden. Der Westen der Insel ist flach und trocken. Hier befindet sich der Flughafen und die Stadt Vila do Porto. Die östliche Seite der  Insel ist gebirgig und von üppiger Vegetation bedeckt. Hier liegt der « Pico Alto».

Santa Maria wurde als erste Insel entdeckt und besiedelt und ist geologisch gesehen die älteste Insel, die vor circa zehn Millionen Jahren aus den Tiefen des Ozeans auftauchte.

Vulkanlandschaften

Aufgrund der geologischen und klimatischen Gegebenheiten haben sich auf Santa Maria die so genannten «Barreiros» gebildet: Es sind  in Rot- und Gelbtönen leuchtende Lehmablagerungen. Der «Barreiro da Faneca» ist als rote Wüste bekannt und bezaubert mit seiner sanft welligen Landschaft so manchen Besucher.

Am Pico Vermelho liegt der «Poço da Pedreira» (alter Steinbruch). In früheren Zeiten haben die Einwohner von Santa Maria dort ihre Steine gebrochen.

Die älteste geologische Formation von Santa Maria und damit des gesamten azorischen Archipels befindet sich in der Bucht «Baía dos Cabrestantes»: eine kleine Reihe von gelblichen Unterwasser-Tuffkegeln.

Die Vielfalt der Gesteinsformen und Basaltsäulen, die vor Jahrtausenden aus Lavaströmen gebildet wurden, vor allem aber die «Bordões de lava» erinnern an den «Giant’s Causeway» in Irland.

Faszinierend ist mit seinen 110 Metern Höhe der Wasserfall «Cascata do Aveiro». Beeindruckend ist auch der hochragende Leuchtturm «Farol de Gonçalo Velho», der sich bei der «Ponta do Castelo befindet. Auf Santa Maria kann man an den Vulkanfelsen und dem Sedimentgestein die verschiedenen Wasserspiegel des Atlantiks bis heute gut ablesen. Besonders deutlich sind sie bei der «Pedreira do Campo» zu erkennen,  wo unzählige Fossilien von Meereslebewesen zu finden sind. Diese Fossilien haben ein Alter von circa fünf Millionen Jahren. An anderen Orten der Insel findet man weitere gut erhaltene Fossilien. Im historische Stadtzentrum von Vila do Porto kann man das «Centro de Interpretação Ambiental Dalberto Pombo» besuchen, wo einige dieser Fossilien ausgestellt sind.

Küstenlinie

Die Küste von Santa Maria ist gekennzeichnet von hohen, stark zerklüfteten Gesteinsformationen. Landzungen und Buchten, wie z.B. die «Baía da Cre», «Baía do Raposo» und die «Baía do Tagarete» machen die Küstenlinie von Santa Maria besonders interessant.

Der Aussichtspunkt «Miradouro do Espigão» bietet einen herrlichen Ausblick auf eine der schönsten Buchten der Azoren, die «Baía de São Lourenço», und auf die benachbarte «Ilhéu do Romeiro»

Der Strand von «Praia Formosa» besteht aus hellem Sand mit Felshängen aus Sedimentgestein im Hintergrund. Von hier aus hat man einen Blick auf die alte Festung «Forte de São João Baptista». Die kleineren Strände, wie «Praia do Figueiral», «Praia dos Lobos», «Prainha» und «Sul», sind ruhiger und abgelegen. In Maia und Anjos hat die Natur natürliche Schwimmbecken geformt. Hier gibt es vorzügliche Bademöglichkeiten mit ausgezeichnete Sanitär- und Hilfseinrichtugen.

Highlights